Für den Frieden gegen das Vergessen!

Förderbereich: Friedensbildung

Seit fast 60 Jahren engagiert sich der Volksbund aktiv in der Jugend- und Schular­beit. Über 20000 junge Menschen nehmen heute jährlich an den Ju­gend­pro­jekten des Volks­bun­­­des teil. Sein Einsatz ist weltweit einzigartig unter den In­stitu­ti­o­nen, die sich der Pflege und Er­­­haltung von Kriegs­grä­bern ge­­­widmet haben. Kriegs­­grä­­ber­stät­ten sind zu­gleich Mahn­­male und au­then­tische historische Lern­­­­­­orte. Daher liegen alle Be­geg­nungs­häuser des Volks­bundes auf dem Gelände von Kriegs­­gräber­­stätten.

Die Ent­deckung und Bewahrung einer Kriegs­gräber­stätte als Ge­dächt­nis­ort geht zu­rück auf Betroffene, Überlebende, ge­schichts­interessierte und politisch engagierte Menschen. Ihre Vision baut heutigen Ge­ne­rationen eine Brücke in die Zu­kunft. Die Frie­dens­bildung des Volks­bun­des verbindet Ge­denken mit einer Forschungs- und Bildungs­arbeit. Dies ist ein für die Stiftung Gedenken und Frieden zukunftsweisender Förderbereich.

Workcamps

An den internationalen Workcamps, die Jahr für Jahr in verschiedenen Ländern Europas vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. veranstaltet werden, haben seit 1953 über 452000 Jugendliche teilgenommen. Die Jugendlager dienen neben der Hilfe bei Pflegearbeiten dem Ziel, durch internationale Jugendbegegnungen jungen Leuten die schrecklichen Folgen von Krieg und Ge­walt­herrschaft nahe zu bringen. Dabei wird die von den Kriegs­gräberstätten aller Nationen ausgehende Mahnung zum Frieden pädagogisch umgesetzt. Die Be­gegnung und das gemeinsame Wirken junger Men­schen aller Nationen an den Gräbern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft werden daher von der Stiftung Gedenken und Frieden nachhaltig gefördert.

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Jugendbegegnungsstätten

Die Jugendbe­ge­gnungs­­stätten des Volksbundes in Lom­mel (Belgien), Ysselsteyn (Nieder­­lande), Niederbronn-les-Bains (Fran­kreich, Elsass), Halbe und am Golm auf der Insel Usedom (Bundes­republik Deutsch­land)  sind die Zentren handlungsorientierter und projektbezogener Friedensbildung. Sie werden von hauptamtlichem Per­sonal pädagogisch be­treut und vorwiegend von Schul­klassen, aber auch von Jugend­gruppen, Ver­­einen, Kirchen und sozialen Organi­sationen mit internationalen Pro­jekten ganzjährig ge­nutzt. Die im Stiftungs­pro­jekt geförderte Ju­gend­be­gegnungs­stätte am Golm auf der Insel Usedom war die erste Be­geg­nungsstätte des Volksbundes in Deutsch­land. Hier wird der Kontakt zwischen deutschen und polnischen Jugend­lichen sowie multinationalen ­Ju­gend­gruppen be­son­ders gefördert.

Die Jugendbegegnungsstätten des Volksbundes schaffen Raum für internationale Jugendbegegnungen auf europäischer Ebene. Sie regen zur Aus­einan­dersetzung mit der eigenen Geschichte und der des Nachbarlandes an und helfen so, Vorurteile abzubauen. Dabei werden regionale, geschichtliche, geografische, kulturelle und politische Aspekte aufgegriffen und zum Gegenstand der Pro­jekte gemacht. Der Aus­tausch von europäischen Schulklassen fördert die fremd­­sprachliche Ver­stän­digung der Jugend­lichen. Die Begegnung mit dem Kriegsgrab auf dem Friedhof durch Pflege­arbeiten ermöglicht es, das Einzel­schicksal aus der Anonymität unzähliger Opfer herauszustellen. Gespräche mit Zeitzeugen vertiefen die Eindrücke und vermitteln die leidvollen Er­fahrungen der Kriegsgeneration. Die Schulprojekte in den Jugend­begegnungsstätten tragen dazu bei, dass Jugend­liche die Verant­wor­tung für den Frie­den und das eigene Han­deln im Umgang mit den Mit­menschen übernehmen und so aus der Ver­gangen­heit für die Zukunft lernen.

Link Beteiligung

Welche Beteiligungsmöglichkeiten die Stiftung Gedenken und Frieden bietet
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