leerIcon Versöhnung über den Gräbern!
Für den Frieden gegen das Vergessen!


Jugendlager

An den internationalen Jugendlagern, die Jahr für Jahr in verschiedenen Ländern Europas vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. veranstaltet werden, haben seit 1953 über 180000 Jugendliche teilgenommen. Die Jugendlager dienen neben der Hilfe bei Pflegearbeiten dem Ziel, durch internationale Jugendbegegnungen jungen Leuten die schrecklichen Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft nahe zu bringen. Dabei wird die von den Kriegsgräberstätten aller Nationen ausgehende Mahnung zum Frieden pädagogisch umgesetzt. Die Begegnung und das gemeinsame Wirken junger Menschen aller Nationen an den Gräbern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft werden daher von der Stiftung Gedenken und Frieden nachhaltig gefördert.

Jugendbegegnungstätten

Die Jugendbegegnungsstätten des Volksbundes in Lommel (Belgien), Ysselsteyn (Niederlande), Niederbronn-les-Bains (Frankreich, Elsass) und das Jugendhaus am Futa-Pass (Italien) sind die Kernstücke der Jugend- und Schularbeit. Sie werden von hauptamtlichen Leiter/-innen pädagogisch betreut und vorwiegend von Schulklassen, aber auch von Jugendgruppen, Vereinen, Kirchen und sozialen Organisationen mit internationalen Projekten ganzjährig genutzt. Die im Stiftungsprojekt geförderte fünfte Jugendbegnungsstätte „Am Golm“ auf der Insel Usedom ist die erste Begegnungsstätte in Deutschland. Hier soll der Kontakt zwischen deutschen und polnischen Jugendlichen sowie multinationalen Jugendgruppen gefördert werden.

Die Jugendbegegnungsstätten des Volksbundes schaffen Raum für internationale Jugendbegegnung auf europäischer Ebene. Sie regen zur Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und der des Nachbarlandes an und helfen so, Vorurteile ab-zubauen. Dabei werden regionale, geschichtliche, geografische, kulturelle und politische Aspekte aufgegriffen und zum Gegenstand der Projekte gemacht. Der Austausch von europäischen Schulklassen fördert die fremdsprachliche Verständigung der Jugendlichen. Die Begegnung mit dem Kriegsgrab auf dem Friedhof durch Pflegearbeiten ermöglicht, das Einzelschicksal aus der Anonymität unzähliger Gefallener herauszustellen. Gespräche mit Zeitzeugen vertiefen die Eindrücke und vermitteln die leidvollen Erfahrungen der Kriegsgeneration. Die Schulprojekte in den Jugendbegegnungsstätten tragen dazu bei, dass Jugendliche die Verantwortung für den Frieden und das eigene Handeln im Umgang mit den Mitmenschen übernehmen und so aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen.

Seit über 50 Jahren engagiert sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. aktiv in Jugend- und Schularbeit. Sein Einsatz ist weltweit einzigartig unter den Institutionen, die sich der Pflege und Erhaltung von Kriegsgräbern gewidmet haben. Die Kriegsgräberstätten sind zugleich Mahnmale und authentische, historische Lernorte. Daher liegen alle Begegnungshäuser des Volksbundes auf dem Gelände von Kriegsgräberstätten. Jährlich nehmen über 8000 Jugendliche an Projekten in Jugendbegegnungsstätten teil. Die Entdeckung und Wahrung einer Kriegsgräberstätte als Gedächtnisort geht zurück auf betroffene, Überlebende, geschichtsinteressierte und politisch engagierte Menschen. Ihre Vision baut heutigen Generationen eine Brücke in die Zukunft. Die Friedenserziehung des Volksbundes verbindet Gedenken mit einer Forschungs- und Bildungsarbeit. Dies ist ein für die Stiftung Gedenken und Frieden zukunftsweisender Förderbereich.

Fördern Sie die Jugend- und Schularbeit und unterstützen Sie die Friedenserziehung von Jugendlichen!