Mahnung zum Frieden!

Förderbereich: Kriegsgräberstätten

Kriegsgräberstätten sind die Basis für die Jugend- und Friedensarbeit sowie für die Pflege und Entwicklung einer Gedenkkultur. Deswegen fördert die Stiftung die Sicherung der Kriegs­gräberstätten.

Zeugen der Geschichte

Kriegsgräber- und Gedenkstätten bede­cken unseren Kontinent wie ein dicht ge­webter Teppich. Sie sind Zeugen der Geschichte der euro­päischen Nationalstaaten und berichten zukünftigen Generationen wie aufgeschlagene Ge­schichtsbücher von den Weltkriegen des vergangenen Jahrhunderts. Zugleich sind sie Zeug­nis für Hass und Gewaltherrschaft, aber auch für Ver­söhnung und Frie­den in Europa. Sie stehen für die Überwindung der zer­störe­rischen Kräfte von Krieg und Gewalt.

Der Volksbund Deutsche Kriegs­gräberfürsorge e. V. erhält und pflegt heute als privater Verein in 45 Staa­ten über 820 Kriegs­grä­berstätten aus den bei­­den Welt­­kriegen. Etwa zwei Mil­lionen Kriegsopfer haben so ihre letzte Ruhe­stätte erhalten. Auf Grund­lage des Genfer Abkom­m­ens über den Schutz der Opfer bewaffneter Konflikte von 1949 haben sie dauerhaftes Ruherecht. In Westeuropa ist die Arbeit des Volks­bundes von der Erhaltung und Pflege der Kriegs­gräber­stätten bestimmt. In Mittel- und Osteuropa stehen der Neubau von Sam­melfriedhöfen und die In­stand­setzung vorhandener Anlagen im Vorder­grund. Jährlich kostet die Fürsorge für Kriegs­grä­ber­stätten mehr als 20 Millionen Euro. Und noch immer sind die Schicksale von 1,3 Millionen deutschen Opfern des Zweiten Welt­krieges nicht geklärt.

Mahnmale der Opfer von Krieg und Gewalt

Das Leid und die Zer­störung der zwei Welt­kriege sind unvergessen. 65 Millionen Tote mahnen zum Frieden. Die Hoffnung, dass die Menschheit aus den Schrecken des Krieges nachhaltig lernen würde, hat sich aber nicht erfüllt. Kriegs­gräber­stätten sind überzeugende Mahn­male gegen Krieg und Gewalt. Sie gehören zu den wenigen Orten, wo das millionen­fache Leid der Welt­kriege sichtbar und erfahrbar wird. Diese Mah­nung muss gegenwärtig bleiben, damit auch zukünftige Generationen sich von der großen Bedeutung des Friedens für ihr eigenes Überleben überzeugen können. Kriegs­gräber sind Stolpersteine auf den Pfaden der Gewalt. Sie können keine neuen Kriege verhindern, aber sie können uns zum Nach­denken anregen.

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Trauerorte

Viele Menschen nehmen weite Reisen auf sich, um am Grab ihres Mannes, Bruders, Vaters, Großva­ters oder Kameraden zu stehen, um dort Blumen niederzulegen. Kriegs­grä­­berstätten sind Orte der Trauer, aber auch des Trostes. Viel zu viele Men­­schen haben in dem Mas­sensterben der beiden Welt­­­­kriege nicht einmal ein Grab erhalten. Die Trau­er der An­ge­hörigen hat keinen Ort, an dem ihr Ausdruck verliehen werden kann. Die Kriegsgrä­ber­­stätten bieten ihnen Halt.

Begegnungsorte

Jugendcamps und Schul­projekte unter­­streichen die Funk­tion der Kriegs­gräberstät­ten als Stät­ten der Be­geg­nung von Men­schen, vor allem junger Mensch­en. Die Betroffen­heit über das Schicksal der vielen Opfer in ihrem Alter ist der Grund­stein für eine friedvolle Zu­kunft. Immer mehr Ju­gend­liche nehmen die Gelegenheit wahr, pflegen mit Ju­gend­­lichen anderer Nationen die Kriegs­grä­ber­stätten und lernen so das friedliche Mitein­ander im Kreis unterschiedlicher Nationen kennen.

Link Beteiligung

Welche Beteiligungsmöglichkeiten die Stiftung Gedenken und Frieden bietet
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