Gedenken hilft, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen

Thema
Pflege und Entwicklung der Gedenkkultur

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist, die Folgen von Krieg und Gewalt­herrschaft betreffend, der wichtigste Träger der Erinnerungs- und Gedenkkultur in Deut­schland. Jedes Jahr wiederkehrend gibt er den Im­puls, dass sich in fast jeder Gemeinde der Bun­­desrepublik Deut­sch­land zum Volkstrauertag Menschen versammeln, die der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedenken. Allein die zentrale Gedenkfeier im Deutschen Bundestag in Berlin findet mit fast 1300 Teil­nehmern statt. Zusätzlich ist der Volks­bund an vielen Ge­denk­veranstaltungen im In- und Aus­land beteiligt und unterstützt Angehörige dabei, die Gräber ihrer Familien­mitglieder auf den Kriegsgräber­stätten zu be­suchen. Auf jeder Kriegsgräberstätte sind in Namen­büchern – soweit bekannt – die persönlichen Da­ten der be­statteten Ge­fallenen verzeichnet. Eine Gesamt­namen­dokumenta­tion der im Zweiten Weltkrieg in einem Land gefallenen, vermissten und in Kriegsgefangenschaft verstorbenen Sol­daten ist für jeweils eine große zentrale Kriegsgräber­stätte vorgesehen. Mit der „Aktion Erin­ne­rung“ sammelt der Volks­bund Berichte von Zeitzeugen über Kriegstote, um in Erinnerung zu rufen, dass sie Men­schen wie wir waren. In der Autorenbuchreihe „Erzählen ist Erinnern“ unterstützt er die Veröffentlichung von Texten, Tage­bü­chern, Er­zäh­lungen und Berichten, die die erschütternden Erlebnisse aus Kriegszeiten beschreiben. Die Reihe „Volks­bund Fo­rum“ betrachtet das umfangreiche Them­enfeld europäischer Erin­ne­rungs- und Gedenk­kulturen. Im In­ter­net ruft der Volksbund mit der „Aktion Gedenken“ dazu auf, Na­men von Angehörigen, die im Krieg umgekommen sind, zu veröffentlichen. So wird die Erin­nerung, die Mah­nung, das Gedenken und der Wunsch nach Frie­den wachgehalten.

Gedenken ist wichtiger Bestand­teil eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der Zeit­geschichte und die Basis für die Entwicklung einer friedlichen Kultur des Miteinanders. Die Stiftung Gedenken und Frieden sichert die Pflege und Ent­wicklung der Gedenkkultur in Deutschland. Enhgagieren Sie sich mit der Stiftung und leisten Sie einen nachhaltigen Beitrag dazu, dass die Opfer von Krieg und Gewalt nicht in Vergessenheit geraten!

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Gedenken: Ausdruck von Trauer und Erinnerung.

Mit der Fürsorge für die Kriegsgräberstätten war von Be­ginn an auch die Aufrechterhaltung der Erinnerung an die Opfer der Weltkriege verbunden. Der Volks­trauertag wur­de zum Beispiel bereits 1920 als Gedenktag für die gefallenen Soldaten des Ersten Welkrieges vom Volks­bund Deutsche Kriegsgräber­für­sorge e. V. eingeführt.

„Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg ...”, so beginnt das Totengedenken, das der Bundes­präsident jähr­lich am Volkstauertag anlässlich der zentralen Ge­denk­stunde im Deutschen Bundestag spricht. In allen Bun­des­ländern und den meis­ten Städten und Gemeinden versammeln sich die Menschen am Volkstrauertag. Gemeinsam erinnern sie an das Unrecht der Willkür­herr­schaft und an die Schrecken des Krieges, an das Leiden der Men­schen, die verfolgt, verschleppt, vertrieben, gedemütigt, verwundet oder getötet wurden. Ausdrücklich werden heute dabei die Opfer anderer Na­tio­­nen mit einbezogen.  Das Gedenken gilt auch Bundeswehran­ge­hö­rigen, die bei ihrem gefährlichen Dienst im Auf­trag des Deut­schen Bun­des­tages im Aus­­land ihr Leben verloren.

Dieses Gedenken ist so­wohl Ausdruck der Trauer als auch Mahnung zu Versöhnung, Ver­ständigung und Frie­den. Die Erinnerung an die beiden Welt­kriege ist inzwischen Be­standteil eines friedlichen Selbst­verständ­nisses Europas.

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Kriegsgräberstätten: Orte des Gedenkens.

Mit der Errichtung von Kriegsgräberstätten kommt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. der ethischen und humanitären Verpflichtung in unserem Kultur­kreis nach. Denjenigen, die im Krieg gewaltsam aus dem Leben gerissen wurden, gibt er eine letzte Ruhestätte. Damit bietet er den Angehörigen Gelegenheit, an das Grab eines geliebten Menschen zu treten, dort Blu­men niederzulegen oder Lichter aufzustellen und um ihn zu trauern. Er erfüllt damit auch die aus dem Genfer Rotkreuzabkommen abgeleitete Verpflich­tung, den Opfern von Krieg und Gewalt Gräber mit dauerhaftem Ruherecht auf einer Kriegs­gräber­stätte zu geben.

Es gibt viele Wege des Gedenkens. Kriegs­gräber­stätten sind Orte der Erinnerung an die dunklen Seiten der Zeit­geschichte.

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Mit Gedenken Verantwortung für die Zukunft übernehmen.

Ge­­­den­ken bewirkt öffentliche  Be­wuss­t­­seins- und Mei­­nungs­­bildung. Gleich­­­zeitig ist Ge­denken ein Be­deu­tungs­träger his­to­rischer Iden­ti­tät. Neben der Pflege einer bleibenden Er­innerung an einen Ver­storbenen übernimmt der Volks­bund auch die politisch-soziale Verant­wor­tung, durch das Ge­denken immer wieder von neu­em zum Frie­den zu mahnen und Ver­söhnung und Verständi­gung der Men­schen einzufordern. Dies sind wesentliche Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft unserer Gesellschaft.

Aktives Ge­denken liegt in der Überzeugung begründet, dass wir aus der Geschichte lernen können, indem wir der Opfer gedenken. Mit dem Ge­denken können wir zukünftigen Ge­nerationen die schicksalsschwere Er­innerung vermitteln und ihnen zeigen, wie wichtig Frieden ist! Die Stiftung hilft, diese Gedenkkultur zu pflegen und weiterzuentwickeln.